Hartmetallmesser
Die vorgestellten Messer stellen nur einen kleinen Teil des gesamten Angebots dar. Hartmetallmesser und Hartmetallklingen erreichen im Vergleich zu Stahlklingen oft eine bis zu 10- bis 200-fach längere Standzeit. Unter dem Begriff Hartmetall wird jedoch eine Werkstoffgruppe mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften verstanden.
Unabhängig vom Verfahren, ob Ultraschall, Vibrationsschneiden oder andere mechanische Prozesse, müssen zusätzliche Einflussgrößen berücksichtigt werden, um eine passende Lösung zu finden.
Je nach Einsatz und Anwendung stehen sowohl Standardklingen als auch Sonderwerkzeuge zur Verfügung.
Darüber hinaus können Schneidwerkzeuge aus Keramik oder PKD (Diamant) angeboten werden; aufgrund der hohen Spezialisierung werden diese hier nicht separat behandelt.
Ultraschallklingen
Ultraschallklingen werden mit einem Trägerwerkzeug, der Sonotrode, aufgenommen und gemeinsam angeregt.
Die Belastung der Klinge ist durch die Schwingung sehr hoch und muss bei der Konstruktion sowie bei der Materialauswahl berücksichtigt werden. Abhängig von Anwendung und Baugröße kommen unterschiedliche Bauformen von Klingen zum Einsatz. Die ursprüngliche Ausführung ist die eingespannte Klinge, die jedoch anfällig für Störungen ist, da die Befestigung unter Belastung oft nicht ausreicht. Die eingelötete Klinge gilt als besonders robust und ist am weitesten verbreitet. Sie besteht aus einem Stahlträger mit eingelöteter Hartmetallplatte, wodurch sie leichter und kostengünstiger als eine Vollhartmetallklinge ist. Eine weitere Variante sind die Monoblockklingen. Diese Bauform wurde bereits Mitte der 1990er Jahre entwickelt, setzte sich damals jedoch nicht durch, da materialbedingte Spannungen häufig zu Brüchen führten.
Erst mit der Einführung neuer Werkstoffe konnte diese Klingenform zuverlässig gefertigt werden und hat sich in den vergangenen Jahren für verschiedene Einsatzgebiete erneut etabliert.





